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Gerstefelder

„Das Haupterzeugnis unserer Felder war Gerste. Geröstet und zu einem feinen Mehl gemahlen heißt sie auf Tibetisch Tsampa. Sogar jetzt im Exil esse ich jeden Tag Tsampa. Man isst natürlich nicht das Mehl. Man fügt etwas Flüssigkeit dazu, meistens Tee oder – was mir am besten schmeckt – Milch, auch Joghurt oder gar Chang, tibetisches Gerstenbier, und knetet es mit den Fingern in der Schale zu kleinen Bällchen, die man dann isst. Man kann damit auch Porridge kochen. Tibeter lieben Tsampa.“
– 14. Dalai Lama*
*Auszug aus »Das Buch der Freiheit: Die Autobiografie des Friedensnobelpreisträgers« von dem 14. Dalai Lama

Tsampas Geschichte

Was ist Tsampa?

Die Grundlage aller Produkte von TSAMPA ist das tibetische Grundnahrungsmittel Tsampa. Es besteht aus Gerste, die zunächst geröstet und dann zu einem Mehl gemahlen wird. Für die tibetische Bevölkerung ist Tsampa zu allen Tageszeiten und Aktivitäten ein ständiger Begleiter. Ob beim Frühstück, Mittag, Abendessen oder bei den Reisen der Sherpas: Tsampa ist immer dabei! Auch in der tibetischen Kultur nimmt Tsampa eine sehr wichtige Rolle ein. Hier möchten wir Euch in die Geschichte des tibetischen Grundnahrungsmittels Tsampa einführen.

In Deutschland ist Tsampa nicht allen bekannt und auch die Idee von gerösteter Gerste hat hier keine Verwendung, obwohl die Nutzung von Gerste weit verbreitetet ist. Warum ist die Gerste hingegen in Tibet so bedeutend? Und was macht Tsampa so besonders?

Energiequelle Gerste

Auf den Hochebenen des Himalaya Gebirges ist die Landschaft sehr rau und der Boden nicht ergiebig. Gerste ist das einzige Getreide, welches den Ansprüchen des Bodens genügt. Somit ist es eines der wenigen Nahrungsquellen, das in ausreichender Menge angebaut werden kann. Aber das ist kein großes Problem, denn Gerste hat hervorragende Eigenschaften: es ist reich an komplexen Kohlenhydraten, natürlichen Proteinen, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Gerste ist durch diese Inhaltsstoffe ein wichtiger Teil der vollwertigen Ernährung. Was Gerste besonders von anderen Getreidearten unterscheidet, ist die Eigenschaft als Energiequelle! Der große Anteil langkettiger Kohlenhydrate unterstützt eine lang anhaltende Energieversorgung. Das wichtige Vitamin B kurbelt die Energieproduktion und -verarbeitung im Körper an. Die Beta-Glucane der Gerste werden von den Darmbakterien als Energiequelle genutzt; sie unterstützen den Darm bei der Verdauung und können eine Übersäuerung verhindern.

Tsampa in der tibetischen Kultur

Gerste wurde also aus praktischen Gründen in Tibet angebaut und hat sich als überaus nützliche Nahrungs- und Energiequelle für die Tibeter erwiesen. Mit seiner außergewöhnlichen Stellung als Nahrung hat sich Gerste – und das daraus gewonnene Tsampa – einen wichtigen Platz in der tibetischen Kultur gesichert. Die Verwendung von Tsampa reicht über 1000 Jahre zurück und es wurde schon verwendet, bevor die Tibeter den buddhistischen Glauben annahmen. So ist es keine Überraschung, dass Tsampa im Buddhismus der Tibeter eine wichtige Rolle in Ritualen eingenommen hat. Es wird auch als „Essen der Götter“ bezeichnet. Für den Dalai Lama ist es laut eigenen Aussagen die tägliche Nahrung. Auch bei Zeremonien wie Hochzeiten wird es als Symbol für Freude in die Luft geworfen.

Die Geschichte von Tsampa ist auch eine politische, da es an Bedeutung für die tibetische Kultur nach der chinesischen Besatzung 1952 gewonnen hat. Bedingt durch die Größe und den geografischen Eigenschaften von Tibet sind die Tibeter kein einheitliches Volk. Sprache, Religion und Ethnien können sich von Region zu Region unterscheiden, aber was alle vereinte, ist der Genuss von Tsampa. Vor der tibetischen Revolution 1958 veröffentlichte die Zeitung Tibet Mirror einen Aufruf, der an alle „Tsampa-Esser“ adressiert war und damit alle Tibeter, egal welcher Zuordnung, ansprach. Tsampa wurde fortan als Bindeglied der Menschen in Tibet angesehen und dem gemeinsamen Wunsch nach einem Ende der chinesischen Besatzung. Mit der tibetischen Diaspora hat sich aber das gemeinsame Bindeglied für die tibetische Identität von Tsampa zu dem tibetischen Buddhismus verschoben. Am Ende des Textes ist ein Link zu dem Lied Tsampa des tibetisch-amerikanischen Rappers Shapaley; er fasst die Identität der Tibeter mit einem Rap-Song auf Tibetisch zusammen.

Zubereitung

Als praktische Nahrung wird es seit jeher als Reiseproviant von den Sherpas und Nomaden genutzt. Das Tsampa wird als Mehl in einen traditionellen tibetischen Beutel gefüllt und je nach Belieben zum Verzehr zu bereitet. In der Regel wird das Tsampa mit Buttertee, welches aus Wasser und Yak-Butter besteht, gemischt. Daraus wird es entweder als Pa, leicht mit Buttertee vermischte Tsampakugeln, oder als Tsamthuk, eine Tsampasuppe, gegessen. Je nach Belieben wird es mit unterschiedlichen Gewürzen vermischt und erhält dadurch immer einen neuen Geschmackscharakter.

Bei TSAMPA Food haben wir uns von der traditionellen Zubereitung inspirieren lassen, aber auch unseren eigenen Geschmack beigefügt! Für die TSAMPA Energy Bars nutzen wir als Bindemittel Reissirup und als Geschmacksträger Nussmuse wie Mandelmus, Cashewmus und Sesammus. Das Reissirup ist reich an komplexen Kohlenhydraten und unterstützt die Wirkung der Gerste. Die Nussmuse runden den Geschmack der Gerste ab und versorgen den Körper mit micht wichtigen Fetten und natürlichen Proteinen.

Unsere Motivation

Unsere Motivation ist es eine ausgewogene Ernährung durch gute Zutaten zu ermöglich! Für unsere TSAMPA Produkte nutzen wir nur hochwertige Zutaten, die die positiven Eigenschaften der Gerste unterstützen. Jede Zutat muss einen Zweck haben und den Körper positiv beeinflussen. Ansonsten wäre es eine unnötige Zutat und würde unser Ziel der “kleinen Zutatenlisten” entgegenlaufen. Gute Nahrung zeichnet sich oft durch ihre Einfachheit aus. Denn warum sollte gute Nahrung viele Zutaten und Zusätze benötigen?

 

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